Alfred Amstad war der Sohn des Landwirts, Käserei- und Sägewerksbesitzers Remigi Josef Amstad-Kiser (23.09.1863-31.10.1935) und der Karoline geb. Kiser von Sarnen (28.04.1862-30.08.1926) aus Ennetmoos.
Als der 1. Weltkrieg ausbrach und auch die Schweiz nicht von politischen und gesellschaftlichen Wirren verschont blieb, beschloß Alfred im Jahr 1915 sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und nach Rheinhessen in Deutschland auszuwandern. Dort fehlen die Männer, weil sie in den Krieg gezogen waren.
Er bereitete sich in vielfältiger Weise vor, erlernte ganz unterschiedliche Dinge und wagte dann den Schritt. Nach einer Phase der Orientierung, bei der ihm seine landwirtschaftlichen Erfahrungen, aber auch seine Kenntnisse in Tiermedizin zugute kamen, arbeitete er als angestellter Viehkaufmann in verschiedenen Firmen. Er vertiefte seine kaufmännischen Kenntnisse, erlernte eine Fremdsprache und eröffnete schließlich selbst ein Geschäft als Viehkaufmann, mit gutem Erfolg. Außerdem widmete er sich der Landwirtschaft und begann Wein anzubauen.
Als sein Vater 1935 starb und ihm Geld hinterließ, geriet er ins Visier der Gestapo. Schließlich wurde er enteignet.
In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg konnte er mit seinem wieder eröffneten Geschäft einen wertvollen Beitrag zur Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Fleisch leisten.
Privat war er Mitglied im Gesangverein, wobei ihm seine Leideschaft für das Jodeln zugute kam. Er war beliebt, galt als korrekter Kaufmann und tempramentvoller, gut gelaunter Mensch, der dem Fortschritt offen begegnete.
Er heiratete am 01.12.1917 Anna geb. Feierabend (27.10.1995-29.04.1972). Aus der Ehe ging nur ein Sohn - Otto - hervor.
Er bereiste regelmäßig die Schweiz. Kurz vor seinem Tod 1952 lud er seine Ehefrau, den Sohn mit Schwiegertochter und die Enkel noch einmal in die Schweiz ein.